Burnout? – Nicht mit mir!

Damit es erst gar nicht zu einem Burnout kommt,  ist die Psychohygiene eines jeden einzelnen wichtig. Manche nennen es Lebenskunst, andere Freude am Leben.

Wie auch immer es genannt wird, es ist unglaublich wichtig, dass wir uns Zeit für „die schönen Dinge“ im Leben nehmen, sodass der wichtige Stressabbau erfolgt.

Da wir Menschen sehr unterschiedlich sind, kann diese Burnout-Prophylaxe bei jeder Person unterschiedlich aussehen. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die für (fast)  alle Menschen gelten.

 

Finden Sie heraus, was Ihnen wichtig ist und handeln Sie dementsprechend:

  • Welche Menschen tun mir gut, wen mag ich gerne? Machen Sie mit diesen Personen gemeinsame Unternehmungen.
  • Wo fühle ich mich wohl? Ist es auf einem Berg, an einem See, im Wald, …? Gehen Sie so oft als möglich an diesen Ort.
  • Was mache ich gerne?  Wenn Sie noch kein Hobby ausüben, dann wird es Zeit dafür.
  • Wie baue ich mein Selbstvertrauen (wieder) auf? Was sind meine Fähigkeiten und Fertigkeiten? Wo liegen meine Stärken? Schreiben Sie auf, was Sie gut können  und hängen es an einem Ort auf, wo Sie es jeden Tag sehen.
  • Wann bin ich gerne alleine oder in Gruppen? Handeln Sie danach.
  • In welchen Situationen fühle ich mich unbehaglich? Meiden Sie solche Situationen, oder die Menschen die dazu führen so gut als möglich. Sie müssen nicht jede Einladung oder Herausforderung  annehmen.
  • Teile ich meine Zeit sinnvoll ein? Lasse ich Platz für Verschnaufpausen? Besonders am Arbeitsplatz ist ein gut geplanter Ablauf sehr wertvoll.

 

Tipps:

  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Suchen Sie sich einen Sport (auch Gehen zählt), der Ihnen  Spaß macht. Am besten verschiedene Sportarten. Wenn Sie nicht gerne allein sind, suchen Sie sich Gleichgesinnte. Entweder im Freundeskreis, im Verein, in der Nachbarschaft,  oder setzen Sie ein Inserat auf. Überwinden Sie Ihren „inneren Schweinehund“ und bewegen Sie sich am besten 20 bis 40 Minuten fünfmal in der Woche.
  • Ernähren Sie sich gesund. Viel Gemüse und Obst, wenig Fett und nicht zu viel Fleisch. Wenn Sie dies befolgen, können Sie sich auch Süßes leisten. Aber denken Sie daran. Zucker ist ein Gewürz und dementsprechend klein sollte die Menge sein, die sie verzehren.
  • Treffen Sie sich mit Freunden oder Familie und lachen und spielen Sie gemeinsam. Es gibt genügend Spiele, welche für Erwachsene konzipiert wurden und sehr viel Spaß machen. (Eine Auswahl an empfehlenswerten Spielen finden sie auch auf unserer Homepage.)
  • Entdecken Sie die Natur (wieder) für sich. Benutzen Sie dazu alle Sinne. Riechen Sie den Duft von Blumen, Tannennadeln oder Pilzen, hören Sie das Geräusch des Windes in den Baumwipfeln, die Stille nach dem Schneefall oder das Murmeln eines Baches,ertasten Sie Baumrinde, Moos oder runde Steine, sehen Sie die Farben der Blumen, des Himmels, ein Sonnenaufgang oder -untergang und schmecken Sie klares Quellwasser, Äpfel frisch vom Baum oder Kräuter. Dies sind nur Vorschläge. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und finden Sie heraus, was Sie mögen.
  •  Übernehmen Sie Verantwortung für unsere Erde und leben Sie dadurch mit einem guten Gewissen. Helfen Sie mindestens einmal im Jahr einem anderen Menschen. Es geht nicht darum Geld zu spenden, sondern sich bewusst Zeit zu nehmen. Pflanzen Sie einen Baum oder säen Sie Blumen oder Kräuter und beobachten Sie sie beim Wachsen. Schaffen Sie sich ein Haustier an oder füttern Sie in Ihrer Freizeit Wildtiere. Diese Dinge können in Ihrem Leben sinngebend sein. Probieren Sie es einfach mal aus.  Und falls es doch nichts für Sie ist, haben Sie zumindest etwas Gutes getan.
  • Lernen Sie eine Meditationsform. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit „Autogenem Training“ gemacht. Es ist nicht nur entspannend, sondern hilft auch beim Erreichen von verschiedenen Zielen, wie z. B. dem Besiegen von Lampenfieber, Rauchen aufhören, etc.
  • Teilen Sie sich Ihre Zeit sehr bewusst ein. Ein gut geplanter Ablauf („Luft“ lassen für Unvorhersehbares) verhilft Ihnen automatisch zu weniger Stressmomenten.
  • Und zum Schluss das Geheimrezept:

 Nehmen Sie das Leben leicht, aber nicht auf die leichte Schulter.

Verändern Sie, was sich verändern lässt, aber akzeptieren Sie es auch, wenn etwas nicht beeinflusst werden kann und leben Sie gut damit.